03.09.2025
Liebe über die Behinderung hinaus: In Bozen entsteht eine Austauschgruppe zu Partnerschaft und Elternschaft für Menschen mit Behinderung
SelbsthilfePartnerschaft und der Wunsch nach Familie sind grundlegende Erfahrungen für jeden Menschen – selbstverständlich auch für Menschen mit Behinderung. Deshalb richtet sich die neue Gruppe an Personen mit angeborener Tetraparese oder Hemiparese, die sich mit anderen über das Leben als Paar und Elternschaft austauschen möchten.
Gründerin der Gruppe ist Martina Marcon, 36 Jahre alt, von Geburt an tetraplegisch und wohnhaft in Leifers. „Ich arbeite vormittags als Sekretärin und tanze in meiner Freizeit“, erzählt Martina. „Ich bin Einzelkind und wünsche mir einen Partner, mit dem ich mein Leben teilen kann. Ich war nie in einer Beziehung. Ich habe mich immer an nicht-behinderte Männer gewandt, wurde aber stets abgelehnt. Ich möchte diese Gruppe gründen, um herauszufinden, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.“
Die Gruppe bietet einen sicheren und wertschätzenden Raum für den Austausch von Erfahrungen, Informationen und Ideen. Ziel ist es, gegenseitige Unterstützung zu fördern und persönliche Ressourcen zu stärken. Die Teilnehmenden können gemeinsam Themen rund um Partnerschaft, bedeutungsvolle Beziehungen und Familienleben in einem Klima des Respekts und Zuhörens besprechen.
Monatliche Treffen in italienischer Sprache in Bozen.
Info: Tel.: 0471 18888110, E-Mail: autoaiuto@fss.bz.it
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