17.11.2025
Chefsache Armut: Südtiroler Armutsnetzwerk mit klarer Ansage aus der Landesregierung
Dachverband für Soziales und GesundheitSeit Mai 2025 arbeiten 21 Institutionen und Organisationen unter der Koordination des Dachverbandes für Soziales und Gesundheit zusammen, um Armut in Südtirol systematisch und präventiv zu bekämpfen. Die Schirmherrschaft über das Netzwerk haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und seine Stellvertreterin Landesrätin Rosmarie Pamer übernommen.
„Armut ist ein komplexes Problem, das wir nur gemeinsam und mit langfristigen Strategien wirksam angehen können“, betonten beide. Sie sicherten ihre volle Unterstützung zu: „Es ist uns ernst. Wir wollen Armut systematisch und strukturell bekämpfen. Das ist uns wirklich wichtig!“
Das Armutsnetz ist ein breit aufgestelltes Gremium. Es hat sich zum Ziel gesetzt, konkrete Maßnahmen zur Armutsprävention zu erarbeiten. Im Rahmen des Treffens wurde das Jahresprogramm für das Biennium 2026-2027 beschlossen. Ein zentrales Vorhaben ist die öffentliche Anhörung zum Thema Armut im Südtiroler Landtag, die für den 24. April 2026 angesetzt ist. Ein Schwerpunktthema im kommenden Jahr wird zudem die Sensibilisierung der Öffentlichkeit sein – insbesondere, weil Armut in der medialen Darstellung oft tabuisiert oder verzerrt erscheint. Auch das Thema leistbares Wohnen wird verstärkt in den Fokus rücken.
Insbesondere sollen zunächst verlässliche und vor allem aktuelle Daten zu Armut, Einkommen und Lebensbedingungen in Südtirol erhoben werden, um die Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen zu schaffen. Landeshauptmann Kompatscher und Landesrätin Pamer sicherten zu, bestehende Informationen zur Verfügung zu stellen und fehlende Daten etwa durch das ASTAT erheben zu lassen. Man müsse das Phänomen Armut durch gezielte und kontinuierliche Datenerhebung besser verstehen.
Zur Koordinatorin des Netzwerks wurde Elisa Berger vom Dachverband für Soziales und Gesundheit bestellt. Sie wird künftig die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen bündeln und die Umsetzung der geplanten Maßnahmen begleiten.
Mehr Informationen im Portal www.poor.bz.it, dort werden alle Informationen rund um die vielschichtige Problematik Armut zusammengefasst.
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