28.04.2026
ASTAT-Umfrage zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen
Gesundheit
Die Südtiroler Bevölkerung vertraut auf KI bei der Verwaltung und Terminplanung von Arztbesuchen, zeigt jedoch deutliche Zurückhaltung bei medizinischen Notfällen und dringenden Entscheidungen.
Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Gesundheitsversorgung tiefgreifend und eröffnet neue Möglichkeiten in der Prävention, Diagnostik und Behandlung von Krankheiten. Dank der Fähigkeit, große Mengen klinischer Daten rasch zu analysieren, unterstützt KI-Gesundheitsfachkräfte bei klinischen Entscheidungen, steigert die Effizienz der Dienstleistungen und trägt dazu bei, die Versorgung personalisierter und zugänglicher zu gestalten. Für die Bevölkerung können sich diese Innovationen in früheren Diagnosen, gezielteren Behandlungswegen und einer stärkeren Beteiligung an der eigenen Gesundheitsvorsorge niederschlagen. Zugleich werfen sich aber zugleich wichtige Fragen zu Transparenz, Datenschutz und Vertrauen in die neuen Technologien auf.
Im Februar 2026 führte das Landesinstitut für Statistik ASTAT im Auftrag des staatlichen Instituts für Allgemeinmedizin und Öffentlicher Gesundheit eine Erhebung durch, um die Meinung der Südtiroler Bevölkerung zum Einsatz von KI in der Gesundheitsversorgung zu erfassen. An der Befragung nahmen 901 Personen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren teil.
Der erste Teil des Fragebogens widmete sich der alltäglichen KI-Nutzung. Die Ergebnisse zeigen: 46% der Befragten nutzen KI mindestens mehrmals pro Woche, während knapp jede fünfte Person (19%) angibt, sie nie zu verwenden. Die Nutzung ist vor allem unter jüngeren Menschen, Personen mit höherem Bildungsabschluss und technikaffinen Personen verbreitet.
In Bezug auf den Einsatz von KI zur Unterstützung der eigenen Gesundheitsvorsorge, ist weniger als die Hälfte der Teilnehmenden (47%) grundsätzlich damit einverstanden. Deutlich höher fällt die Zustimmung bei organisatorischen Anwendungen aus: 75% halten KI für hilfreich bei der Planung von Arztterminen, 80% befürworten automatische Erinnerungen zur Medikamenteneinnahme. In kritischeren Bereichen nimmt die Akzeptanz hingegen spürbar ab. Nur 34% sprechen sich für den KI-Einsatz in medizinischen Notfällen aus, wobei 28% bei dringenden klinischen Entscheidungen. Auch gegenüber KI-Unterstützung bei chirurgischen Eingriffen bleibt die Bevölkerung zurückhaltend: Hier stimmen 41% zu.
Die Erhebung zeigt: Die Südtiroler Bevölkerung sieht KI vor allem als nützliches Instrument für organisatorische und unterstützende Aufgaben. In komplexen und kritischen klinischen Situationen überwiegen hingegen die Vorbehalte. Diese Zurückhaltung unterstreicht die Notwendigkeit, KI im Gesundheitswesen schrittweise und verantwortungsvoll einzuführen, stets in Kombination mit der fachlichen Kompetenz der Gesundheitsberufe und unter Einhaltung hoher Standards für Sicherheit, Transparenz und Datenschutz. Um das Vertrauen der Bevölkerung zu stärken, sind Investitionen in Information, Aufklärung und Dialog entscheidend, damit neue Technologien nicht als Ersatz menschlicher Zuwendung verstanden werden, sondern als qualifizierte Unterstützung für eine bessere und zugänglichere Gesundheitsversorgung.
Die vollständigen Ergebnisse der Erhebung:
https://astat.provinz.bz.it/de/publikationen/nutzung-von-ki-und-meinungen-zur-ki-in-der-gesundheitsversorgung-februar-2026
Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Gesundheitsversorgung tiefgreifend und eröffnet neue Möglichkeiten in der Prävention, Diagnostik und Behandlung von Krankheiten. Dank der Fähigkeit, große Mengen klinischer Daten rasch zu analysieren, unterstützt KI-Gesundheitsfachkräfte bei klinischen Entscheidungen, steigert die Effizienz der Dienstleistungen und trägt dazu bei, die Versorgung personalisierter und zugänglicher zu gestalten. Für die Bevölkerung können sich diese Innovationen in früheren Diagnosen, gezielteren Behandlungswegen und einer stärkeren Beteiligung an der eigenen Gesundheitsvorsorge niederschlagen. Zugleich werfen sich aber zugleich wichtige Fragen zu Transparenz, Datenschutz und Vertrauen in die neuen Technologien auf.
Im Februar 2026 führte das Landesinstitut für Statistik ASTAT im Auftrag des staatlichen Instituts für Allgemeinmedizin und Öffentlicher Gesundheit eine Erhebung durch, um die Meinung der Südtiroler Bevölkerung zum Einsatz von KI in der Gesundheitsversorgung zu erfassen. An der Befragung nahmen 901 Personen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren teil.
Der erste Teil des Fragebogens widmete sich der alltäglichen KI-Nutzung. Die Ergebnisse zeigen: 46% der Befragten nutzen KI mindestens mehrmals pro Woche, während knapp jede fünfte Person (19%) angibt, sie nie zu verwenden. Die Nutzung ist vor allem unter jüngeren Menschen, Personen mit höherem Bildungsabschluss und technikaffinen Personen verbreitet.
In Bezug auf den Einsatz von KI zur Unterstützung der eigenen Gesundheitsvorsorge, ist weniger als die Hälfte der Teilnehmenden (47%) grundsätzlich damit einverstanden. Deutlich höher fällt die Zustimmung bei organisatorischen Anwendungen aus: 75% halten KI für hilfreich bei der Planung von Arztterminen, 80% befürworten automatische Erinnerungen zur Medikamenteneinnahme. In kritischeren Bereichen nimmt die Akzeptanz hingegen spürbar ab. Nur 34% sprechen sich für den KI-Einsatz in medizinischen Notfällen aus, wobei 28% bei dringenden klinischen Entscheidungen. Auch gegenüber KI-Unterstützung bei chirurgischen Eingriffen bleibt die Bevölkerung zurückhaltend: Hier stimmen 41% zu.
Die Erhebung zeigt: Die Südtiroler Bevölkerung sieht KI vor allem als nützliches Instrument für organisatorische und unterstützende Aufgaben. In komplexen und kritischen klinischen Situationen überwiegen hingegen die Vorbehalte. Diese Zurückhaltung unterstreicht die Notwendigkeit, KI im Gesundheitswesen schrittweise und verantwortungsvoll einzuführen, stets in Kombination mit der fachlichen Kompetenz der Gesundheitsberufe und unter Einhaltung hoher Standards für Sicherheit, Transparenz und Datenschutz. Um das Vertrauen der Bevölkerung zu stärken, sind Investitionen in Information, Aufklärung und Dialog entscheidend, damit neue Technologien nicht als Ersatz menschlicher Zuwendung verstanden werden, sondern als qualifizierte Unterstützung für eine bessere und zugänglichere Gesundheitsversorgung.
Die vollständigen Ergebnisse der Erhebung:
https://astat.provinz.bz.it/de/publikationen/nutzung-von-ki-und-meinungen-zur-ki-in-der-gesundheitsversorgung-februar-2026
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