06.07.2026
Landeshauptstädte Bozen, Belluno, Innsbruck und Trient: Überregionale Zusammenarbeit als Mehrwert
Dachverband für Soziales und GesundheitAm 19. Juni 2026 gab es in Belluno mit der Ausrichtung der internationalen Tagung zum Thema „SOZIALE TRANSFORMATION VON SICH VERÄNDERNDEN LANDESHAUPTSTÄDTEN - Überterritoriale Zusammenarbeit als Mehrwert“, einen weiteren Meilenstein in der Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe „Landeshauptstädte Sozial“. In Anwesenheit der zuständigen amtierenden kommunalen Sozialassessoren der Landeshauptstädte Belluno – Marco dal Pont, Bozen – Patrizia Brillo, Innsbruck – Georg Willi und Trient – Giulia Casonato ging es einen Tag lang darum, konkrete Themen in der Sozialpolitik gemeinsam mit Verantwortlichen universitärer Einrichtungen und Verantwortlichen in den diversen Sozialagenden zu analysieren, zu besprechen und Maßnahmen sowie Lösungsansätze auszutauschen. Zudem wurden die Themen die am Vormittag vorgestellt wurden, am Nachmittag in vier Arbeitsgruppen (zusammengestellt aus den Reihen der Tagungsteilnehmer/Innen ) bearbeitet und konkrete Vorschläge besprochen und erarbeitet. Diese Initiative der Landeshauptstädte Belluno, Bozen, Innsbruck und Trient wurde durch die im Jahre 2025 von den zuständigen Gemeindeassessoren unterzeichnete „Sozialcharta der Alpen“ möglich. Damit wurde eine Zusammenarbeit formalisiert, die vom Südtiroler Dachverband für Soziales und Gesundheit KDS angeregt wurde, sowie koordiniert und moderiert wird. Für den Dachverband ist Netzwerkarbeit ein Schlüssel um Austausch, strategisches Nachdenken und Handeln in sozialpolitischen Zielen und Maßnahmen unter bester Einbindung ehrenamtlichen Engagements des Dritten Sektors zu fördern.
So wurde die Tagung zu einem Tag der Begegnung, des intensiven und innovativen Austausches und des Bekenntnisses an einer für die Zukunft so wichtigen Netzwerkarbeit zwischen den Landeshauptstädten gemeinsam und konkret mit Zielen, Maßnahmen und Lösungen weiterhin bauen zu wollen. Die Tagung, an der zahlreiche Vertreter aus Politik, unter anderem der Bürgermeister der Stadt Belluno Oscar de Pellegrin, der Vizepräsident der Europäischen Kommission Raffaele Fitto, die Regionalassessorin der Region Venetien Paola Roma, aber auch Verantwortliche von Kirche, Behörden, Wissenschaft, Ehrenamt und den entsprechenden soziosanitären Bereichen teilnahmen, endete in der Abrundung des Programmes mit einem Klavierkonzert am Abend. Die nächste Tagung wird in Innsbruck stattfinden.
Mit der länderübergreifenden Zusammenarbeit, die seit Mai 2024 besteht, will man vermehrt Themen, Problematiken und Entwicklungen im sozialen Bereich und die Rahmenbedingungen der Unterstützungsangebote des Dritten Sektors sowie politische Auswirkungen und Dimensionen zwischen Verantwortlichen der sozialen Agenden der Landeshauptstädte gemeinsam regelmäßig besprechen, diskutieren und austauschen.
Die Arbeitsgruppe bemüht sich zudem gemeinsame überterritoriale Initiativen, durch den Austausch über strategische politische Weichenstellungen zu analysieren und Lösungsperspektiven zu erarbeiten, um Entwicklungen, Qualitätsbemühungen und Sensibilisierungsmodelle in der Einbindung der Öffentlichkeit in auch neuen solidarischen und partizipativen Formen zu ermöglichen.
Die Tagung fand im Rahmen des INTERREG Projektes SOCIAL-ALPS, gefördert durch das INTERREG-Programm Italien–Österreich 2021–2027, statt.
zurück



